bisher wird die atomenergie als billige energieversorgung dargestellt.
tatsache ist, dass schürfkosten und bei der förderung enstehende massive umweltschäden, transport, lagerung und sicherung (durch staatliche organe), wie auch die endsorgung für viele tausend jahre nicht in die bilanz eingerechnet sind und so das preisniveau viel zu gering aufallen lassen.
Auch die Gesundheit der Uranminenarbeiter ist stark gefährdet durch die hohe
radioaktive Strahlung, der sie bei ihrer Tätigkeit unweigerlich
ausgesetzt sind. Die Behandlungskosten der Erkrankten und der Verlust
der Gesellschaft durch den früheren Tod von geschädigten Arbeitern
finden keinen Eingang in die Gesamtkostenrechnung.
gar nicht zu reden von den folgen atomarer unfälle und deren folgen, die nicht einmal durch eine kostenübernahme zu beheben wären... aber dennoch enorme kosten verursachen (bsp. erneuerung des sarkophags in tchernobyl).
alles kosten, die bislang nur die allgemeinheit trägt, die hohen gewinne dagegen privat vereinnahmt werden.
Da keine Versicherungsgesellschaft auf der Welt wegen des hohen Risikos
und der unermesslichen Schäden im Falle einer Reaktorkatastrophe bereit
ist, eine Haftpflichtversicherung für AKWs zu übernehmen, fehlt diese
Möglichkeit der "Schadensbegrenzung" ganz. Eigentlich fällige unendlich
hohe Versicherungsbeiträge sind deshalb in der Gesamtkostenberechnung
und damit im Strompreis nicht berücksichtigt. Die sonst in der
Wirtschaft (und für Privatpersonen) übliche Absicherung von
Haftungsrisiken aus fahrlässigen Handlungen der Betreiber werden bei den
AKWs dagegen der Allgemeinheit aufgebürdet.
Fazit: Wenn der Abschluss von Haftpflichtversicherungen für AKWs als Voraussetzung für deren Betrieb verpflichtend eingeführt würde, könnte kein AKW mehr in Betrieb gehen bzw. weiter betrieben werden.